1. Mai 2018

Gemischte Gefühle nach der Premiere in Most

© Marko Tarrach

© Marko Tarrach

Bei der zweiten Saisonstation des ADAC GT Masters im tschechischen Most konnten sich Elia Erhart und sein neues Team EFP by TECE über eine deutliche Leistungssteigerung freuen. So stellte die Mannschaft des Röttenbachers gleich mehrfach das Potential des Audi R8 LMS unter Beweis und lieferte bei der Premiere in Most eine starke Performance ab. Am Ende sollte jedoch das nötige Rennglück fehlen, um sich mit einem guten Ergebnis hierfür zu belohnen.

„Wir verlassen die Strecke in Most mit gemischten Gefühlen. Was unsere reine Performance angeht, sind wir speziell nach den Eindrücken aus dem Samstagsrennen sehr zufrieden. Vor allem haben wir im Vergleich zum Saisonauftakt in Oschersleben einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Das liegt vor allem auch an der guten Zusammenarbeit mit der Holzer Firmengruppe. Die Jungs machen im technischen Bereich einen fantastischen Job. Man hat fast den Eindruck, dass sie schon seit Jahren im ADAC GT Masters dabei wären, obwohl sie erst gerade neu eingestiegen sind“, so Erhart, der sich das Cockpit mit Audi-Sport-Fahrer Pierre Kaffer teilte.

Der Auftakt ins Wochenende verlief für das Fahrerduo äußerst vielversprechend. So konnte man mit dem siebten Platz im ersten freien Training gleich die ersten Akzente setzen. „Unser Audi R8 LMS hat sich hier in Most extrem gut angefühlt, was sich auch im Zeitentableau wiedergespielt hat. Leider ist es uns jedoch nicht ganz gelungen, die gute Performance aus dem freien Training in das Qualifying zu übertragen. Hier haben wir noch deutliche Reserven bei den nächsten Rennen“, so Erhart, der sich im stark besetzten Teilnehmerfeld zunächst mit dem 30. Startplatz begnügen musste. „In dieser Saison ist einfach alles so dicht beisammen, dass man schon eine hundertprozentig perfekte Runde braucht, um am Ende annähernd vorne mit dabei zu sein. Es ist echt unglaublich, wie eng es zur Sache geht. Die ersten 25 Autos lagen im Qualifying innerhalb von einer Sekunde.“

Nach dem schwierigen Qualifying wollte es Elia Erhart im Rennen dann deutlich besser machen. Der Röttenbacher erwischte einen guten Start, doch unmittelbar vor ihm sollten gleich mehrere Fahrzeuge miteinander kollidieren. „Ich war auf einmal leider mittendrin in der Massenkarambolage und hatte keine Chance mehr auszuweichen. Zwar konnten wir die Fahrt fortsetzen, sind jedoch bis ans Ende des Feldes zurückgefallen.“ Trotz des Zwischenfalles steckte Erhart nicht auf und konnte in der Safety-Car-Phase wieder zum Feld aufschließen. Nach dem Restart setzte der Mittelfranke dann zur Aufholjagd an und machte gleich mehrere Positionen gut. „Es hat danach extrem viel Spaß gemacht auf der Strecke. Ich konnte in meinem Stint einige Autos überholen und habe unser Fahrzeug auf der 20. Position an Pierre übergeben.“ Nach Ablauf der einstündigen Renndistanz sah das Fahrerduo vom Team EFP by TECE schließlich auf dem 19. Rang die Zielflagge.

Am Rennsonntag ging es von der 26. Position aus auf die Reise. Dieses Mal übernahm Erharts Teamgefährte Pierre Kaffer den Start, doch auch er sollte Opfer eines Unfalls werden. „Ein anderer Teilnehmer ist uns hinten aufs Heck gefahren und wir wurden sozusagen von ihm auf unseren Vordermann geschoben. Leider waren die Beschädigungen an unserem Wagen zu stark, sodass wir nach dem Unfall vorzeitig aufgeben mussten.“

Trotz der beiden schwierigen Rennverläufe nimmt Elia Erhart die positiven Erkenntnisse nun mit nach Spielberg. Dort geht es vom 08.06.-10.06.2018 mit der dritten Saisonstation weiter. „Unser Ziel ist es, dass wir uns am Red Bull Ring im Qualifying deutlich verbessern. Wenn uns das gelingt, ist sicherlich aus eigener Kraft eine Top-15 Platzierung im Rennen möglich.“

Teilen bei


Artikelnavigation: